Krakatau

Krạ|ka|tau; -s:
vulkanische Insel zwischen Sumatra u. Java.

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Krạkatau,
 
Rạkata, vulkanische Insel in der Sundastraße, Indonesien, zwischen Sumatra und Java, 15 km2, bis 813 m über dem Meeresspiegel, aufgebaut aus basaltischen und andesitischen Laven und Tuffen; bildet mit den Inseln Sertung und Rakata Kecil die Krakatau-Inseln, die die Reste eines einheitlichen, ehemalig 2 000 m hohen Stratovulkans darstellen, und zwar randliche Teile der nach dessen Einsturz entstandenen Caldera. Der auf diesem Calderarand aufgebaute, 800 bis 900 m hohe basaltische Krakatau-Vulkan wurde später mit zwei weiteren, im Innern der Caldera entstandenen Vulkanen (Danau und Perbuatan) zu einer Insel von 33 km2 verbunden (letzter Ausbruch von 1680 bekannt). Diese wurde bis auf den heutigen Rest am 26./27. 8. 1883 (vulkanische Tätigkeit ab 20. 5.) in einer gewaltigen Explosion herausgesprengt; die ausgestoßene Materialmenge wird auf 18 km3 geschätzt. Die Asche fiel auf eine Fläche von über 800 000 km2, sie stieg bis in 50-80 km Höhe auf, verteilte sich hier über die ganze Erde und verursachte in der Atmosphäre Dämmerungserscheinungen, die noch drei Jahre später wahrnehmbar waren. Der anschließende Einsturz der bei dieser Eruption entstandenen Caldera rief eine bis über 20 m hohe Flutwelle hervor, die die Küsten Westjavas und Südostsumatras verwüstete und 36 000 Menschenleben kostete. Eine neue vulkanische Tätigkeit begann ab Ende 1927. Im Kern der Caldera wuchs im Januar 1928 ein neuer kleiner Inselvulkan, der Anak Krakatau, über den Meeresspiegel empor.
 
 
T. Simkin u. R. S. Fiske: K. 1883 (Washington, D. C., 1984).

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Krạ|ka|tau; -s: vulkanische Insel zwischen Sumatra u. Java.

Universal-Lexikon. 2012.

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